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Elementare Tipps für die professionelle Film- und Videoproduktion (Anschlüsse)

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TEIL 14: Kamera (Anschlüsse)

Um eine externe Kamera an einen Computer oder Videomischpult anzuschließen, gibt es verschiedene Möglichkeiten und Anschlüsse. Nachfolgend werfen wir einen Blick auf WLAN, USB, HDMI, SDI, Glasfaser und NDI (Ethernet).

WLAN ist die Möglichkeit, Kameras schnurlos mit einem PC oder Mac zu verbinden. Je nach Signalstärke und Frequenz steht auch mehr oder weniger Bandbreite zur Verfügung. Jedoch ist für eine stabile Übertragung immer ein Kabel zu bevorzugen. Sollten Kabel mal ungeeignet sein, kannst du natürlich auch jederzeit Funkverbindungen nutzen. Neben den klassischen Accesspoints aus der IT gibt es dann auch noch angepasste Lösungen von Filmequipment-Firmen, die sich auf die Übertragung von Bild und Ton spezialisiert haben.

USB wird meist für Webcams und Actioncams genutzt, da der Anschluss an fast jedem Computer vorhanden ist und du die Kamera somit per Plug and Play anschließen kannst. Diese Möglichkeit wird gerne im Consumer-Bereich und bei Videokonferenzen genutzt.

HDMI ist ein nicht verriegelndes Steckersystem, welches in den Ausführungen Standard, Mini und Micro verfügbar ist und eine Längenbeschränkung von ca. 10 Metern hat. Allerdings gibt es heute auch HDMI über Glasfaserkabel, die dann größere Längen für die Übertragung zulassen. HDMI-Anschlüsse finden sich auch durchweg an allen modernen Monitoren, Kameras und Videomischern im Einsteigersegment. Der große Nachteil sind die Längenbeschränkung und die nicht verriegelnden Stecker, so dass die Gefahr besteht, dass die Stecker auch mal rausrutschen können. Qualitativ können aber Übertragungen bis 4K ohne Verlust erfolgen.

SDI wird über Koaxialkabel mit einem verriegelbaren Stecker mit Bajonettverschluss geführt und hat eine Längenbeschränkung bei ca. 100 Metern. Kameras mit SDI Anschluss verfügen in der Regel über zwei Anschlüsse, einen „SDI in“ und einen „SDI out“. Somit lassen sich die Kameras (z. B. Zoom, Blende, Focus oder Farbeinstellungen) auch vom Videomischer steuern. Das vereinfacht enorm den Workflow bei der Produktion.

Glasfaser: Kameras mit Glasfaseranschlüssen zählen dann schon zu den Profigeräten, bzw. Kameras, die sich mit einem Glasfaseranschluss nachrüsten lassen. Hier sind dann Strecken über mehrere Kilometer möglich. Die Kabel sind auch gegen elektromagnetische Störungen unempfindlich und lassen sich in diversen Umgebungen einsetzen - allerdings auch zu Preisen, die sich nur im professionellen Umfeld großer Produktionen lohnen. Bei kleineren Produktion geht dann schon mal ganz schnell das Budget in die Knie.

Der „heißeste Scheiß“ ist derzeit NDI, ein Netzwerkprotokoll speziell für Video/Audio, welches über WLAN oder Ethernet verfügbar ist. Somit könntest du eine vorhandene Verkabelung nutzen bzw. auf kostengünstige Ethernet-Kabel mit einer Längenbeschränkung von ca. 100 Metern setzen.

Viele neue Kameras, insbesondere PTZ Kamers kommen mit NDI auf den Markt und ergänzend gibt es Apps für Smartphones und diverse Zusatzprogramme, um die Grafiken über NDI ins Netzwerk zu spielen.

Das Video Switching erfolgt dann in der Regel nicht mehr mit Hardwaremischern, sondern Lösungen wie zum Beispiel vMix oder Wirecast. Auch Videokonferenzsoftware wie Teams und Zoom unterstützen NDI als Eingang für Videos und Audio. Wichtig ist eine saubere Netzwerk-Infrastruktur, denn auch hier werden Bandbreite und zuverlässige Paketzustellung benötigt.



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