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Elementare Tipps für die professionelle Film- und Videoproduktion (Perspektiven)

Für alle, die sich oder ihre Produkte im Internet präsentieren und vermarkten möchten!

Für alle, die mehr über das Equipment und Setting für einen LIVE Auftritt erfahren möchten!


TEIL 2: BILDGESTALTUNG (PERSPEKTIVEN)

Nach den Kameraeinstellungen, die wir im vorherigen Beitrag behandelt haben, widmen wir uns nun den möglichen Perspektiven deines Projekts.

Kameraeinstellung und -perspektive werden gern mal verwechselt, wobei sich die Einstellungsgrößen ausschließlich nach dem Bildausschnitt definieren und die Perspektiven sich am Betrachtungswinkel orientieren.



Mein Tipp: Solltest du zuvor noch deine Kenntnisse aus dem Kapitel „Kameraeinstellungen“ auffrischen wollen, findest du den Beitrag auf
https://fourgreen.tv/elementare-tipps-fuer-die-professionelle-film-und-videoproduktion-kameraeinstellungen.




Auf geht’s! Lass uns deine perspektivischen Möglichkeiten betrachten..

Neben der Normalsicht, bei der die Kamera auf Augenhöhe positioniert wird, gibt es mit der Obersicht und der Vogelperspektive (auch als Top-Sicht bezeichnet) zwei Sichten, die gewissermaßen von oben kommen und zwei Sichten, die das Geschehen von unten betrachten – die Untersicht und die Froschperspektive.



Die Wahl der Perspektive beeinflusst die Art und Weise, wie der Zuschauer das Bild wahrnimmt.


Die üblicherweise verwendete Normalsicht kennst du bereits aus deinem Alltag, wenn du dich mit jemandem unterhältst. Die Kamera befindet sich immer auf der gleichen Höhe wie das gefilmte Objekt – also quasi auf Augenhöhe – und ist an die natürliche Wahrnehmung des Betrachters angelehnt. Ausnahmen finden sich natürlich beispielsweise bei der Betrachtung von großen Objekten: Hier wird aus der Normalsicht schnell mal eine Untersicht.

Mit der Obersicht hingegen lässt du den Protagonisten etwas kleiner oder unterwürfiger erscheinen, sie wirkt oft auch verniedlichend. So sehen beispielsweise auch sehr viele Fotos bei Instagram aus, bei denen sich die „Akteure“ von schräg oben fotografieren. Die Obersicht kannst du allerdings auch verwenden, um jemanden unterlegen oder machtlos wirken zu lassen oder um dem Zuschauer einen Überblick über die Umgebung zu verschaffen.

Bei der Vogelperspektive oder Top-Sicht nimmst du die Szene im 90-Grad-Winkel auf, beispielsweise bei Drohnenaufnahmen oder wenn bei einem Webinar der Inhalt eines Buches eingebunden oder etwas Handschriftliches auf einem Blatt Papier notiert werden soll.

Die Untersicht und die Froschperspektive bringst du zum Einsatz, wenn du die Handlung von unten zeigen willst. Die Protagonisten schauen somit auf den Zuschauer herab, was arrogant wirken kann und meistens auch genau so aufgefasst wird. So lässt sich beispielsweise auf sehr einfache und effektive Weise wieder ein Machtverhältnis darstellen.



Schlussbemerkung:

Auch bei der Wahl der Perspektive gilt für dich: Es gibt kein richtig oder falsch, kein besser oder schlechter. Es geht immer darum, welche Wirkung du mit der jeweiligen Perspektive erreichen möchtest. Probiere einfach mal gleiche Handlungsstränge aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln und schau anschließend, wie es auf dich wirkt. So bekommst du schnell ein Gefühl für die einzelnen Perspektiven.



In der nächsten Woche erwartet dich mit dem Thema „Goldener Schnitt / Drittel-Regel“ der dritte Teil der Serie „Elementare Tipps für die professionelle Film- und Videoproduktion“.



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