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Elementare Tipps für die professionelle Film- und Videoproduktion (Mikrofonanschlüsse)

Für alle, die sich oder ihre Produkte im Internet präsentieren und vermarkten möchten!

Für alle, die mehr über das Equipment und Setting für einen LIVE Auftritt erfahren möchten!


TEIL 11: Ton (Mikrofonanschlüsse)

Neben einer großen Auswahl an Mikrofonen musst du dich auch noch zusätzlich mit der Auswahl des für deine Zwecke richtigen Anschlusses beschäftigen.

Eignet sich eher ein USB-Mikrofon, ein Klinken- oder XLR-Anschluss? Gibt es gegebenenfalls Unterschiede in der Handhabung oder beim Klang? Gibt es zudem auch noch unterschiedliche Einsatzvarianten?



Gemeinsamkeiten & Unterschiede der einzelnen Anschlüsse

Mikrofone mit Klinke oder XLR-Anschluss wandeln Schwingungen in elektrische Signale um. Bis das Signal allerdings auf deinem Rechner ankommt, muss es zunächst vorverstärkt und dann noch digitalisiert werden. Hier kommt dann zum Beispiel ein Audio-Interface oder Mischpult zum Einsatz, welches sowohl Mikrofonvorverstärker als auch Wandler beinhaltet.

Ein USB-Mikrofon beinhaltet bereits beide Komponenten, so dass der Einsatz eines Audio-Interface nicht erforderlich ist. So können USB-Mikrofone bereits direkt oder mit einem passenden Adapter am Rechner, Tablet oder auch Smartphone angeschlossen werden.

Der größte Unterscheid ist, dass die gesamte Steuerung und Regelung bei den Mikrofonen mit XLR-Anschluss oder Klinke über den Mixer oder die Software des Interface erfolgt. Beim USB-Mikrofon erfolgt die Steuerung über die Software.

Als PC/MAC-User ist es für dich sicherlich am einfachsten das Mikrofon direkt per USB anzuschließen und quasi sofort loslegen können. XLR oder Klinke kommen auf der Bühne und in professionellen Produktionen zum Einsatz, da hier das passende Equipment und mehr Steuerungsmöglichkeiten vorhanden sind. Aber auch kommen bereits Digitalmixer zum Einsatz und die Steuerung wird schon oft am PC mittels Software oder Digitalmischpulten vollzogen.



Der Klang

USB-Mikrofon, XLR und Klinke bewegen sich klanglich in der Theorie auf dem gleichen Level. Sofern das Mikrofon an sich baugleich ist, gibt im direkten Vergleich die Qualität des Audio-Interface den Ausschlag. Wenn die Qualität der integrierten Module des USB-Mikrofons auf dem gleichen Niveau liegen wie bei den externen Geräten von XLR/Klinke, dann ist der Klang entsprechend. Viele Mikrofone gibt es auch schon als USB- oder XLR/Klinken-Variante.

Es bringt allerdings nichts, Birnen mit Äpfeln zu vergleichen. Wenn du also ein qualitativ hochwertiges Kondensatormikrofon mit einem günstigen USB-Mikrofon vergleichst, werden der integrierte Vorverstärker und auch der Wandler das Blatt nicht zum Guten wenden können.



Einsatzbereiche

Digitale, also USB-Mikrofone finden sich überwiegend bei Podcasts, der Nachvertonung von Videos, im Streaming oder im alltäglichen Home-Office-Einsatz bei Online-Konferenzen und ähnlichem.

Die positiven Eigenschaften eines USB-Mikrofons liegen dabei auf der Hand. DU musst es eigentlich nur anschließen und kannst direkt loslegen. Du bist sehr mobil und hast kaum Equipment mitzunehmen. Und du bist nahezu unabhängig von Plattformen wie Windows, Mac und iOS, da die Mikrofone meistens universell einsetzbar sind.

Das USB-Mikrofon kommt aber natürlich auch mit ein paar Einschränkungen daher. Der Einsatz von externen Effekten oder Vorverstärkern (z. B. beim Einsatz mehrerer Mikrofone) ist nur mit der XLR/Klinken-Variante möglich.

Analoge Mikrofone (XLR/Klinke) kommen überwiegend in (semi-)professionellen Umgebungen zum Einsatz – für Gesangsaufnahmen im Homestudio in Verbindung mit einem Audio-Interface und in professionellen Tonstudios beispielsweise über die Anbindung an ein Mischpult. Hierbei gilt es, die bestmögliche Klangqualität zu erreichen, was mit einem USB-Mikrofon (noch) nicht möglich ist.

Der größte Vorteil analoger Mikrofone liegt in der Skalierbarkeit der Qualität. Durch die getrennten Module bist du es, der die Qualität durch den Einsatz hochwertiger externer Komponenten beeinflussen kann.

Im Vergleich zum USB-Mikrofon sind die entsprechende Abstimmung und Skalierung der analogen Mikrofone und ihrer Komponenten aber gerade für den Anfänger manchmal ein Buch mit sieben Siegeln. USB-Mikrofone sind da sehr viel einfacher zu handhaben.



Fazit in Kurzform

USB-Mikrofone sind schnell und einfach einsatzbereit und mit analogen Mikrofonen hast du die optimale Kontrolle. Überlege dir also vorher gut den Einsatzzweck eines Mikrofons und entscheide dann welche Schnittstelle es haben soll.



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